Borner Mühle
(11) Borner Mühle
Nun wandern wir Richtung Schwalm, dem ehemaligen Grenzfluss zwischen dem Herzogtum Jülich und den spanischen Niederlanden. Schwalmabwärts grüßt uns schon von weitem das Mühlrad der Borner Mühle. 1412 wurde die Mühle erstmals urkundlich in Pachtverträgen der Kölner Benediktinerabtei St.Pantaleon Köln erwähnt. Es handelte sich alten Urkunden zufolge um eine Korn-, Öl-, Walk- und Lohmühle. Aufgrund der vielfachen Verwendung muss es sich um eine große Anlage gehandelt haben. Während der Rheinlandbesetzung durch Frankreich gelangte die Mühle im Zuge der Säkularisierung in Privatbesitz. Das heutige Mühlengebäude entstand 1830/40. Im Jahre 1960 wurde der Mühlenbetrieb aufgegeben und seinem heutigen Zweck als Hotel und Restaurant zugeführt.
Haus Born 34
(7) Haus Born 34
Wir betrachten das wunderschön restaurierte Haus Born 34. Es gehörte zu einem Bauernhof, der 1857 vergrößert wurde. Das genaue Alter ist nicht bekannt aber man geht davon aus, dass das ursprüngliche Haus schon 100 Jahre älter war. Hier befanden sich die zentrale Milchverkaufsstelle und die dörfliche Wasserversorgung. Der Originalbrunnen befindet sich heute noch seitlich am Haus.
Herrenhof Born
(9) Herrenhof Born
Wir gehen einige Meter zurück zum Herrenhof Born. Dies ist der ursprüngliche Wohnsitz der Edelherren von Born. Das Haus gegenüber gehörte wahrscheinlich auch zu diesem Komplex. Nachweislich ist bereits 1150 ein Ritter Goswin von Born erwähnt. Spätestens 1305 fiel der Herrenhof Born an die Kölner Benediktinerabtei St.Pantaleon. Durch Heirat und Erbe kam er später an die Herren von Wevelinghoven und weiter an die Grafen von Moers und Saarwerden. 1462 kam der Herrenhof Born in bäuerliche Hände.
Haus Born 23
(8) Haus Born 23
Wir wandern weiter durch Born, bis wir auf der linken Seite zum Haus 23 gelangen. 1875 gründete der Borner Schneidermeister Cornelius Klingen hier ein Textilkaufhaus. Sein Enkel Kornelius war ein im hiesigen Raum bekannter Künstler. Im Lauf der Zeit vollzog sich eine Umwandlung zum Verkauf von Heimtextilien (Gardinen, Dekorationen, Teppichboden). Der jetzige Besitzer führt das Haus in 4. Generation.
Mariensäule
(MS) Mariensäule
Die Mariensäule und auch die Josefsäule, die sich in Richtung Boisheimer Strasse befindet, sind wahrscheinlich auf Grund des Kulturkampfes zwischen Preußen (Reichkanzler Otto von Bismarck) und der katholischen Kirche (Papst Pius IX) von der Bevölkerung als eine Art innerkirchliche Solidarität aufgestellt worden. Auch diese Plätze wurden von den Heimatfreunden im Jahr 2006 neu gestaltet.
Wegekreuz
(WK) Wegekreuz am Borner Feld
Das Wegekreuz am Borner Feld ist ein Leichenkreuz (Liekkrütz), dessen ursprüngliches Baujahr nicht genau bekannt ist. Es muss aber schon weit vor 1886 ein Kreuz hier gestanden haben, da bis zu diesem Zeitpunkt Oebel zu Born gehörte und die Oebeler ihre Toten auf dem Borner Friedhof beerdigt haben. Es wurde von dem Borner Heimatfreund Herbert Karner 2007 restauriert.
katholische Grundschule Born
(S) katholische Grundschule Born
Pastorat
(1) Pastorat
Das Pastorat ähnelt einem Gutshaus und wurde 1862 vom damaligen Pfarrer Tilmann Giesen errichtet.
Friedhof
(F) Friedhof
Seit 1895 ist hier der Borner Friedhof. Dieser wurde 1983 ausgezeichnet als "schönster und bestgepflegter Friedhof im Kreis Viersen".
Bunker
(B) Bunker
Dieser Bunker ist ein Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg.
Borner See
(12) Borner See
Der Borner See entstand im 18. Jahrhundert durch Austorfung. Im Jahr 1976 wurde er in der heutigen Form auch als Regenrückhaltebecken erstellt.
Burg Born
(10) Burg Born
Wir wandern jetzt auf diesem Weg weiter über eine kleine Brücke und laufen direkt auf ein Wäldchen zu. Hier stand in ferner Vorzeit (wahrscheinlich bis 1410) im großen Niederungsmoor des Schwalmtals die Borner Burg. Bei Ausgrabungen im Jahr 1937 hat man einen eichenen Pfahlrost freigelegt und konnte so die Umrisse der Burganlage gut rekonstruieren: Hauptburg auf einem 40m Durchmesser Hügel verbunden über eine Zugbrücke mit der 50 x 36 Meter großen Vorburg, umgeben von zwei Palisadenwällen und Gräben. Es handelte sich wahrscheinlich um ein in dieser Zeit übliches "Berfes" oder "Motte".
Haltepunkt Born
(H) Haltepunkt Born
Am 10.10.1890 wurde die Eisenbahnstrecke Dülken - Brüggen eröffnet. Gebaut wurde diese Strecke hauptsächlich für den Transport der heimischen Industrieprodukte. Der Personenverkehr wurde 1966 und der Güterverkehr zwischen Brüggen und Waldniel 1975 eingestellt. Die Heimatfreunde Born haben hier im Jahr 2007 ein Stück Schiene mit einigen typischen Signalen und Schilder aufgebaut.
Haus Born 41
(8) Haus Born 41
Einige Meter weiter liegt das Haus Born 41 und auf der anderen Strassenseite Born 38. Beide verbindet eine gemeinsame Geschichte. Born 41, ein eingeschossiger giebelständiger, rauverputzter Fachwerkbau um 1800, gehörte dem Fabrikanten und Kupferschmied Peter Kohnen, der 1911 sein damaliges Haupthaus durch Übernahme des Hauses Born 38 zum Nebenhaus machte. Das Haus Born 38 baute er durch Erweiterung zu einem Prachtbau aus.
Alte Schule Born
(2) Alte Schule Born
Im Jahr 1629 findet man zum ersten Mal die Erwähnung eines Lehrers in Born. Zu dieser Zeit stand die Schule wahrscheinlich auf dem Dorfplatz. Das hier sichtbare Gebäude wurde 1836 eingeweiht mit nur einem Klassenzimmer ohne Lehrerwohnung. Diese baute man 1853 mit einem zweiten Klassenzimmer an der östlichen Seite an. Bis zur Einweihung der neuen Volksschule 1954 (S) diente dieses Gebäude als Schule für die Borner Kinder. Heute befindet es sich in Privatbesitz.
Restauration Franz Seulen
(3) Restauration Franz Seulen
Wenden wir der alten Schule den Rücken zu, so fällt unser Blick auf das Haus Born 49: "Restauration Franz Seulen". Der Schriftzug bedeutet, dass hier bis 1948 ein Restaurationsbetrieb war. Das Haus, das aus dem 18. Jahrhundert stammt, war u.a. Gründungslokal des heute noch existierenden Taubenvereins "Sturmvogel Born". Alte Borner erinnern sich, dass diese Gaststätte das erste Grammophon am Ort besaß und daher ein beliebter Treff zum Tanzen für die Dorfjugend war.
Dorfschänke
(5) Dorfschänke
Aus der Kirche kommend, ist die Dorfschänke (Haus Nr. 43) nicht zu übersehen. Erstmalig wurde dieses Wohnhaus mit Krüppelwalmdach 1825 urkundlich erwähnt. Nachweislich ab 1854 war es eine Gaststätte. Der damalige Besitzer, Nikolaus Hommen, war der erste Kaiser der St.Antonius Schützenbruderschaft im 19. Jahrhundert. Zur Gaststätte gehört ein Saal, in dem die Festlichkeiten abgehalten wurden. Von 1915 bis 1965 wurde hier die Zigarrenmarke "Bornita" hergestellt.
Pfarrkirche St.Peter
(4) Pfarrkirche St.Peter
Gehen wir einige Schritte weiter, grüßt uns der mächtige Turm der Pfarrkirche St.Peter. Im Jahre 1136 wurde erstmalig in einer Zehntliste (Steuerliste) des Kölner Klosters St. Pantaleon eine Kapelle des Hauses Born erwähnt. 1433 wurde sie zur Pfarrkirche für ganz Brüggen erhoben und erhielt unter Pfarrer Slecht (Pfarrer in Born von 1421 - 1474) ihre heutige Gestalt. Nach einem Pfarrstreit zwischen Brüggen und Born ist sie seit 1805 Pfarrkirche der Borner. Der 1467 erbaute Turm war im Ursprung wesentlich höher. Da der Turmhelm im Laufe der Jahrhunderte zweimal durch Sturm einstürzte, entschloss man sich 1802 den Turm in der heutigen Form zu erstellen. Besonders zu erwähnen ist noch der Taufstein aus Namurer Blaustein (Anfang des 13. Jahrhunderts). Um die Kirche herum sind einige alte Grabsteine des alten Kirchhof erhalten. Der älteste ist aus dem Jahr 1631.
Patschelbrunnen
(PB) Patschelbrunnen
Der Patschelbrunnen und der anschliessende Bouleplatz sind im Jahr 2008 von den Borner Heimatfreunden angelegt worden. Bei der Gestaltung hat sich besonders der Borner Uwe Schaeben hervorgetan. Die Figuren und die drei Steinbänke auf dem Dorfplatz stammen von dem Brüggener Künstler Uwe Meints. Der Patschelbrunnen (= Otter) soll an den Borner Lehrer und Dichter Heinrich Malzkorn erinnern.
Start
Start
Unseren Rundgang starten wir am Parkplatz P1 gegenüber dem Festplatz der St.Antonius Schützenbruderschaft.