Borner Kirche

Die Pfarrkirche St. Peter Born: Touristen suchen das Gotteshaus im Seedorf Born gerne auf.  Viele entdecken die Kirchturmspitze vom Borner See, weil sie etwas höher liegt durch den einst um die Kirche aufgelassenen Friedhof. Durch das Hauptportal gehen sie hinein und blicken durch eine Glasscheibe auf das Innere der Kirche. Gleich ganz vorn entdecken sie den Taufstein aus Namurer Blaustein aus  dem 13. Jahrhundert.

Der Borner See gibt dem NRW-Golddorf Born das besondere Prädikat „Seedorf“. Das Gewässer ist für Naherholungssuche genauso beliebt wie für die Angler des ASV Schwalmfreunde Brüggen. Hier sind Spaziergänger, Wanderer, Läufer, Walker mit und ohne Stöcke, Radfahrer und Hundefreunde unterwegs und tun etwas für ihre sportliche Fitness. Eine besondere Attraktion ist das Singen am See auf dem Sing- und Musizierplatz wie auch, wenn der Trompeter vom Borner See mit seinen Freunden die Musik über den See erklingen lässt.

Borner See
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Die Mariensäule in Born ist aus dem Jahre 1884. Nachbarn übernahmen die Pflege des Denkmals auf einem Sandsteinsockel in neugotischen Schmuckformen mit Marienfigur. Sie rückt bei der Palmweihe am Palmsonntag und bei der Fronleichnamsprozession in den den Mittelpunkt.

Die Josefssäule steht an der Kreuzstrasse und wurde Ende des 19. Jahrhundert aufgestellt. Sie stand nicht immer hier, sondern in Richtung Born im Feld, gegenüber der Händelstrasse. Ungewöhnlich ist die Darstellung, dass Josef das Jesukind auf dem Arm trägt. Auch diese Säule ist aus Sandstein, geschmückt mit neugotischen Schmuckformen. Hier steht auch der Baum der Heimat, der den Vertriebenen gewidmet, die in Born eine Heimat fanden. Wenn Josef Namenstag hat, wird eine Andacht abgehalten und auf ihn einen getrunken.

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Alte Schule Born

Die alte Schule in Born aus dem Jahre 1836 ist ein Blickfang. Sie interessiert die Touristen am meisten, weil jeder einmal die Schulbank gedrückt hat. Erinnerungen werden wach. Bis 1954 gingen hier die Borner Kinder zur Schule. Grosseltern erzählen gerne ihren Enkeln, wie schön die Schulzeit dort war. Heute ist das Schulgebäude in Privatbesitz.

Es gibt kaum eine Tageszeit, dass der beliebte Patschelbrunnen nicht von irgendjemand angesteuert wird. Ob zum Fotoshooting, Kinder auf der Otter-Skupltur herum turnen oder im Sommer durch den Wasserlauf waten.  Die "Patscheline" steht nicht alleine dort, sondern auch der Gegenspieler, der Hecht Neptun. Hunde erfrischen sich dort bzw. saufen das Wasser.  Touristen entdecken am Brunnen Informationen zu Heinrich ;Malzkorn. Die Heimatfreunde Born haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Patschelbrunnen zu pflegen und zu hegen.  Der Patschelbrunnen rückte erneut in den Mittelpunkt, weil der weltberühmte Tierroman von Heinrich Malzkorn neu aufgelegt wurde. Wer das Golddorf Born besucht, stößt auf den Patschelrundweg am Borner See, findet plötzlich die Patschelstraße und erfährt, dass Heinrich Malzkorn, Bekannter "Sohn" von Born, seine Grabstätte auf dem Borner Friedhof hat.

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Der Spielplatz unterhalb der Kirche St. Peter Born und in Nähe des Borner Sees ist bei den Kindern sehr beliebt. An den Wochenenden knubbeln sich hier die Kinder, die mit Eltern und Großeltern den Spielplatz aufsuchen. Hier wird auch gerne Picknick gemacht und Kindergeburtstag gefeiert. Der Schwengel an der Wasserstelle wird intensiv hoch und runter gedrückt, damit das Wasser zum Matschen und Planschen kommt. Die Kindern haben ihre helle Freude, Wasserwege zu ihren Sandburgen zu bauen. 

Der Bouleplatz ist ein beliebter Treff zum Spielen bei Einheimischen und Auswärtigen. Die Teilnehmer machen Jagd auf die kleine Zielkugel, auch Schweinchen genannt. Es kommt dabei zu wilden Schiessereien, wenn die Teilnehmer ihre Spielkugeln werfen, um ganz an das Schweinchen zu kommen. Dann gibt es noch einen Sitzkreis, wo viele Touristen eine Rast machen. Sie holen sich oftmals ihr Bier aus der nahe gelegenen Gaststätte. 

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Der historische Haltepunkt Born ist ein Ort der Erinnerung. Bis 1985 verkehrte hier die Bahn zwischen Dülken und Brüggen. An den Haltepunkt in Born erinnert ein Schienenjoch im Schotterbett. Viele Borner nahmen die Bahn als Verkehrsmittel, um zur Arbeit, zur weiter führende Schule oder in die Stadt zu kommen. Der Schienenstrang, acht Meter lang und mit den Holzschwellen insgesamt fünf Tonnen schwer, entstand dort auf Initiative der Heimatfreunde Born. Es wurde dazu ein Halteschild und ein Kilometerstein aufgestellt.  Von 1891 bis 1985 gab es den Schienenverkehr von Dülken bis Brüggen. Der Güterzugverkehr ging bis 1985, und mit Personenverkehr war 1960-iger  Jahre Schluss. Die Borner kennen noch die alte Dampflok mit den unüberhörbaren Geräuschen und mit dem grellen Warnsignal, später kamen dann als Ersatz die Diesellok und der rote Schienenomnibus. Das Gleisjoch bekamen die Heimatfreunde St. Peter Born aus dem ehemaligen Brüggener Munitionsdepot. Zu dem ehemaligen Haltehäuschen, das der ASV Schwalmfreunde Brüggen als Materiallager übernahm, kamen auch noch Haupt- und Vorsignale an die Strecke.

Die Gaststätte „Haus Kehren“ in Born ist mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aus nah und fern. Auch die Borner treffen sich gerne zu einem gepflegten Glas Bier. Zur Sommerszeit ist der Platz mit Blick auf die Kirche bis auf den letzten Stuhl besetzt. Bis Mitternacht sind die Tischlichter an und sorgen im Schatten des angeleuchteten Kirchturmes für eine gemütliche Atmosphäre. 

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„Haus Strötges“ wirbt als Restaurant zum Borner See. Wegen seiner Lage wird es als ein ruhiges und pittoreskes Restaurant bezeichnet mit wechselnder Saisonkarte. Die gute Küche hat sich herum gesprochen. Ohne Voranmeldung läuft hier nichts mehr. Hier lässt es sich im Sommer schön sitzen auf der Aussenterrasse oder im Innenhof. Ein Tipp: Nach der Wander-Wasser-Welten-Route ist das eine gute Einkehrmöglichkeit.